Qualitätsmanagement Schulung Wirksamkeitsprüfung

Wirksamkeitsprüfung von Schulungen bei Managementsystemen

Die Normen verschiedener Managagementsysteme (z.B. ISO 9001, ISO 45001) fordern, dass die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen bewertet werden müssen. Darunter fallen auch sämtliche Schulungen und Unterweisungen jeglicher Art.

Punkte die nicht von der Norm gefordert sind, sind u.a.:

  • Wer muss die Wirksamkeitsprüfung durchführen?
  • Wann muss die Wirksamkeitskontrolle gemacht werden?
  • Muss die gleiche Wirksamkeitskontrolle über alle getroffenen Maßnahmen einheitlich ausgeführt werden?

 

Die Wirksamkeitskontrolle sollte immer zu der zu bewertenden Maßnahme passen, um ein entsprechendes Ergebnis zu bekommen.

 

Nehmen wir z. B. einmal an, dass Sie bewerten wollen, ob die Mitarbeiter nach einer Schulung der Qualitätspolitik diese auch verstanden haben, kann das mit einem abschließenden Gespräch gemacht werden. Der Schulungsdurchführende dokumentiert das dann im Anschluss im Schulungsprotokoll.

 

Handelt es sich nun aber z. B. um eine Schulung zu einem Prozess in welchem immer wieder Fehler vorkommen, kann die Wirksamkeitskontrolle natürlich nicht direkt im Anschluss der Schulung erfolgen. In diesem Fall wäre es beispielsweise möglich, dass man einige Zeit nach der Schulung prüft, ob sich die entsprechende Fehlerquote positiv verändert hat.

Kommen Sie jetzt zu dem Ergebnis, dass es eine positive Veränderung gab, können Sie die Schulung als „wirksam“ einstufen.

Kommen Sie jetzt aber zu dem Ergebnis, dass es keine positive Veränderung gab, muss evtl. die Schulung wiederholt werden bzw. nochmal genauer geprüft werden, wo genau die Fehlerquelle liegt. In diesem Fall müssen Sie die Schulung als „nicht wirksam“ einstufen.

Die Wirksamkeitskontrolle in einem solchen Fall kann beispielsweise der Abteilungsleiter oder einer der fachlichen Vorgesetzten durchführen.

Wichtig ist in jedem Fall, dass es eine Dokumentation über die durchgeführte Wirksamkeitskontrolle gibt!

Handelt es sich nun um eine Schulung, die extern durchgeführt wurde, haben Sie häufig den Vorteil, dass es am Ende der Schulung eine kurze Prüfung gibt, nach welcher die Teilnehmer bei bestehen ein Zertifikat erhalten. In diesem Fall wäre dann die Prüfung die Wirksamkeitskontrolle und das zugehörige Zeugnis der benötigte Nachweis.

 

Gibt es bei der externen Schulung keine Prüfung gibt es verschiedene Möglichkeiten der Wirksamkeitskontrollen. Beispielsweise:

  • Gespräch mit einem fachlichen Vorgesetzten über die Schulung und deren Inhalte. – Der Vorgesetzte kann dann anhand des Gesprächs abschätzen, ob die Schulung wirksam war.
  • Einige Zeit nach der Schulung die Wirksamkeitskontrollen durchführen.

 

Welchen Schulungen Sie einer Wirksamkeitskontrolle unterziehen müssen, also relevant sind, legen Sie selbst fest. Ein Tipp ist hier, nur die Schulungen in die Schulungsübersicht aufnehmen, die für die wirklich benötigten Kompetenzen (Kernkompetenzen) wichtig sind.

Gibt es jetzt noch Schulungen, die zwar durchgeführt werden, deren Wirksamkeit aber nicht bewertet werden, kann eine zweite Schulungsübersicht erstellt werden. (Erweiterte Schulungen)

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